Glücksarchiv

Gute Arbeit

Zwei Menschen auf dem Weg zur ArbeitFür "gute Arbeit" spielen die Arbeitsinhalte selbst weniger oder gar keine Rolle bei unserer Beurteilung. In den meisten Fällen kann jeder Beruf angenehmer gemacht werden, indem die Tätigkeit reichhaltiger gemacht oder indem der Beruf selbst verändert wird. Je besser die Ziele eines Berufes bzw. einer Tätigkeit definiert sind, umso einfacher ist es für den Ausübenden, Flow zu erleben. Das gleiche gilt, je mehr direktes Feedback bei der Arbeit gegeben wird.

Der Entdecker des "Flow"-Prinzips, Mihaly Csikszentmihalyi, hat zusätzlich in den letzten Jahren zusammen mit zwei anderen amerikanischen Wissenschaftlern im Good Work Project untersucht, wann wir "gute Arbeit" machen. Dabei ist "gut" tatsächlich im doppelten Wortsinn zu verstehen: Die Arbeit tut uns gut und sie ist gut. Sie fanden dabei durch Hunderte von Interviews drei Aspekte, die zu diesem Ziel führen: Mission, Vorbild und eigene Moral.

Im Detail lassen sich daraus die folgenden Aufgaben bzw. Fragen ableiten:

Mission

Bestimme die zentrale Mission Deiner Arbeit. Setze Dich mit der gesellschaftlichen Verantwortung Deines eigenen Berufes auseinander.

Frage Dich:

  • Welches gesellschaftliche Bedürfnis wird durch die Ergebnisse meiner Arbeit befriedigt (z.B. Kranke heilen, Gerechtigkeit gewährleisten, Wissen weitergeben, ...)
  • Warum sollte die Gesellschaft die Art von Arbeit, die ich tue, mit Status oder Privilegien belohnen?

Vorbild

Suche Dir Vorbilder und lerne von ihnen. Kenne die Anschauungen und Strategien beruflicher Vorbilder.

Frage Dich:

  • Welcher Kollege wird seinem Beruf oder seiner Berufung am besten gerecht und warum? (Mehrere Nennungen sind möglich)
  • Welche "Qualitätsnormen" gibt es innerhalb meiner Berufssphäre?

Eigene Moral

Entwickle ein Gespür für die eigene moralische Identität. Sei Dir klar über die eigene moralische Identität.

Frage Dich:

  • Bin ich auf mich und meine Arbeit stolz, wenn ich morgens in den Spiegel schaue?
  • Würde ich in einer Welt leben wollen, in der sich jeder so verhält wie ich?
  • Welche moralischen Grenzen möchte ich in meiner Arbeit nicht überschreiten und warum?

Zitate

Glück ist gelungene Arbeit.
(Wolfgang Mattheuer, Maler)

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